Südengland-Roadtrip: Dorchester, Isle of Portland und Kingsbridge

Nachdem wir Stonehenge hinter uns gelassen hatten, fuhren wir weiter übers Land Richtung Cornwall. Wir suchten nach einem Ort, in dem wir ein gutes, aber günstiges Hotel finden könnten. Wir landeten dabei in Dorchester. Nach kurzer Irrfahrt durch die Stadt, fanden wir dann ein Hotel mitten in der Stadt und uns blieb am Abend noch etwas Zeit, die Stadt zu erkunden und lecker zu essen.

Dorchester

Am nächsten Morgen nutzten wir noch kurz die Zeit, eine der Kirchen in Dorchester zu erkunden. Dann ging es weiter zur Isle of Portland. Dieser Teil der Fahrt war nicht vorher geplant und wir entschieden uns dort halt zu machen, weil es sich um eine Insel handelt und wir uns vorstellen konnten, dass es dort sehr schön ist. Wir hatten uns nicht zu viel erhofft. Die Insel ist mit einer schmalen Straße vom Festland aus verbunden, so dass man fast mitten durch das Meer fährt. Die Insel selbst ist recht hügelig und nachdem wir am Fuße des großen Hügels eine Burg besichtigen wollten, diese aber noch nicht geöffnet hatte, fuhren wir mit dem Auto hinauf auf den Hügel.
Dort stießen wir auf dem Parkplatz auf zwei ältere Herren, die mit ihren Hunden spazieren gingen. Sie sprachen uns an und fragten uns, wo wir herkämen. Sie erzählten uns dann total viel über die Insel, kleine Kuriositäten und gaben uns ein Tipp, wo man auf der Insel das beste Essen bekommt. Leider konnten wir den Tipp nicht mehr testen, da wir nach unzähligen Fotos schnell weiter mussten, um Abends noch unser nächstes Ziel zu erreichen.

Isle of Portland - grey
Isle of Portland - Panorama
(Klick macht groß)

Weiter ging es über Landstraßen durch unglaubliche Landschaft, teilweise direkt an der Küste entlang. Wir sahen kleine, süße Dörfer, die sich in die Hügel schmiegten und fuhren hinter langsamen Bussen hinterher, die sich die Hügel hinaufquälten. Leider blieb uns nicht mehr Zeit diese tolle Landschaft zu erkunden, da wir Abends Cornwall erreichen wollten. Nur einmal hielten wir an, weil wir ganz oben auf einem Hügel eine alte Kirche entdeckten, die unsere Neugierde weckte.

Abbotsbury
St Catherine's Chapel

Ein weiterer Zwischenstopp auf unserer Route war Kingsbridge. E. wollte dort gern hin, weil es in Ken Folletts Die Säulen der Erde beschrieben wird. Tatsächlich hat dieses Kingsbridge jedoch nichts mit dem Buch zu tun. Die Stadt war ganz nett, aber unspektakulär. Leider war gerade Ebbe, so dass wir das hübsche Hafenbecken auch nicht so ganz würdigen konnten. In Kingsbridge gibt es gleich mehrere Kirchen, allerdings hauptsächlich in neuen, modernen Gebäuden. Das einzige etwas ältere Kirchengebäude haben wir dann immerhin noch abgelichtet.

St. Edmund

Nach Kingsbridge ging's dann endlich weiter nach Cornwall, welches wir Abends erreichten. Dazu dann beim nächsten Mal mehr...

Deutschland mit der Bahn entdecken

Hennesee
Hennesee, Meschede

"Ich fliege dieses Jahr in den Urlaub nach..." - Der Sommer rückt näher und es werden immer mehr Urlaubspläne ausgetauscht. Für die meisten geht es dabei ins europäische Ausland oder gleich auf einen anderen Kontinent. Dabei liegen die schönsten Plätze manchmal direkt vor unserer Nase: in Deutschland. Ich werde meinen Urlaub dieses Jahr in Deutschland verbringen und versuchen, dabei so viel wie möglich von unserem Land zu sehen. Besonders gut geht das mit der Bahn (wer hätte das gedacht). Ich habe etwas recherchiert und dabei die besten Möglichkeiten rausgesucht, mit der Bahn Deutschland zu entdecken.

...an einem Tag: mit dem Quer-durchs-Land-Ticket oder dem Wochendticket

Das dürften die bekanntesten Tickets sein. Mit dem Quer-durchs-Land-Ticket kann man für 44 € einen Tag lang durch Deutschland fahren. Es gilt von morgens 9:00 Uhr bis zum nächsten Tag morgens 3:00 Uhr. Leider kann man mit dem Tickets nur die Regionalbahnen nutzen, so dass man nur recht langsam voran kommt. Es gibt die Möglichkeit noch vier weitere Personen mitzunehmen, der Preis erhöht sich für jede Person um 8 € (aber insgesamt wird es dann natürlich günstiger). Weitere Informationen gibt es hier.
Das Schönes-Wochenende-Ticket kostet ebenfalls 44 €, allerdings sind in diesem Fall schon 5 Mitfahrer enthalten. Hier gibt es einen Festpreis und lohnt sich natürlich für alle, die mit mehreren unterwegs sind. Es gilt nur an Samstagen und Sonntagen morgens von 0:00 Uhr bis zum nächsten Tag um 3:00 Uhr. Leider darf man auch mit diesem Ticket nur in Regionalbahnen fahren. Genauere Infos findet ihr hier.

Vorteile: Gruppenticket, eignet sich super für einen Tagestripp
Nachteil: Beschränkung auf Regionalbahnen


...in 2 Wochen: mit internationalem Fahrschein und einer Lücke im System ;)

Normalerweise hat ein Fernfahrtickert eine Gültigkeit von zwei Tagen. Liegt aber entweder Start- oder Zielpunkt im Ausland, hat das Ticket eine Gültigkeit von zwei Wochen. Diese kleine und oft nicht erwähnte Regelung führt dazu, dass man auf seiner vorausgewählten Strecke immer mal wieder aussteigen kann, um sich Land und Leute anzuschauen. Dabei gibt es allerdings eine Menge zu beachten und es dauert sicher etwas, bis man den Dreh richtig raus hat. Für alle weiteren Informationen findet ihr hier eine tolle Übersicht.
Ich hatte mir urspürnglich die Strecke Bremen - Wien herausgesucht. Über Köln, Frankfurt, Würzburg, Nürnberg, München, Rosenheim, Chiemsee, Salzburg bis nach Wien. Man zahlt ca. 200€ für diese Strecke. Eine BahnCard25 lohnt sich da schon fast, eine ProbeBahncard25 auf jeden Fall! Es wäre bestimmt eine schöne Strecke geworden, aber vielleicht sind zwei Wochen dafür fast schon wieder zu kurz...?

Vorteil: es dürfen auch ICE/IC genutzt werden
Nachteil: an vorher festgelegte Strecke gebunden


...in 4 Wochen: mit dem Deutschlandpass

Im Sommer bietet die deutsche Bahn wieder den Deutschlandpass an. Einen Monat lang darf man mit diesem Ticket durch ganz Deutschland reisen, egal mit welchem Zug oder zu welcher Zeit. Mehr Flexibilität geht nicht!
Der Pass kostet bis 18 Jahre 149 €, bis 26 € Jahre 259 € und ab 27 Jahre 309 €. Hört sich ersteinmal nach viel Geld an, aber wenn man das auf die Tage und die vielen Strecken, die damit gefahren werden können, umrechnet, dann lohnt es sich auf jeden Fall.
Der Pass wird vom 30.06.2014 bis zum 31.08.2014 verkauft. Der letzte Geltungstag ist der 15.09.2014.
Alle weiteren Infos gibt's unter diesem Link.

Vorteil: überall in Deutschland in allen Zügen nutzbar
Nachteil: hoher Preis


Wohin geht's für euch dieses Jahr in den Urlaub?

Südengland-Roadtrip: Windsor & Stonehenge

Huch, in den letzten Wochen war es hier schon wieder ganz schön ruhig. Was dazwischen kam? Das echte Leben fern vom Internet (kann ja mal passieren). Jetzt geht's hier aber endlich weiter mit Fotos von unserem Roadtrip durch Südengland. Die nächsten Stationen waren Windsor und Stonehenge. Diesmal langweile ich euch nicht mit unzähligen Informationen, sondern erschlage euch einfach nur mit Bildern...

Windsor Castle

Windsor Castle I
Windsor Castle II
Der Eintritt in Windsor Castle (übrigens der Wohnsitz der Queen) kostet ganz schön viel Geld. Wir entschieden uns dagegen und sahen uns die Burg dann nur von außen an.

Stonehenge

Stonehenge
Stonehenge
Stonehenge
Schafe bei Stonehenge
Wer sich darüber wundert, was die Schafe hier zu suchen haben: die liefen dort in einem eingezäunten Gebiet herum, um das Gras kurz zu halten.

London (im Regen)



Wie schon im letzten Beitrag erzählt, fuhren wir zweimal mit dem Zug von Eynsford nach London hinein. Ich war dieses Jahr nicht zum ersten Mal in London, sondern habe diese besondere Stadt in 2011 schon einmal für 5 Tage besucht. Da ich damals nicht darüber schrieb, versuche ich jetzt alle Tipps und Erfahrungen aus beiden Besuchen zusammenzufassen und einen möglichst umfassenden Überblick über alle Sehenswürdigkeiten und Alternativen für ein verregnetes London zu geben.
Bei beiden Besuchen in England regnete es andauernd und darum sind meine Fotos häufig von grauem Himmel geprägt. Wir versuchten den Aufenthalt trotzdem zu genießen und das Beste daraus zu machen.

Ein allgemeiner Tipp vorweg


Das England und vor allem London sehr teuer ist, weiß wohl jeder. Selbst um sich Kirchen anzuschauen muss man teilweise Eintritt zahlen (z.B. für die St. Paul‘s Cathedral). So können die Kosten für einen Urlaub in London sehr schnell ins unermessliche steigen. Wenn man sowieso eine Fahrtkarte für die U-Bahn kauft, dann gibt es die Möglichkeit bei vielen Attraktionen etwas Geld zu sparen.
Von nationalrail werden 2for1 Voucher angeboten. Seid ihr also zu zweit, bezahlt ihr mit diesen Voucher nur den Eintritt für eine Person. Ich informierte mich vorher im Internet darüber und wir holten uns dann einen Flyer in der Victoria Station (es gibt sie aber auch anderen größeren Stationen (und manchmal auch an kleinen, einfach mal die Augen offen halten)). Die Voucher gelten für die im Flyer aufgeführten Attraktionen. Es sind nicht immer dieselben Attraktionen vertreten. So gab es 2011 für das London Eye kein Voucher, 2014 hingegen schon.
Beim Bezahlen für die jeweilige Attraktion gibt man einen ausgefüllten Voucher ab (entweder die richtige Adresse eintragen oder eine ausdenken; es kümmert eigentlich niemanden) und zeigt evtl. noch das Tubeticket vor (mussten wir z.B. gar nicht). Wir nutzten die Voucher für Madame Tussauds, es klappte einwandfrei und wir sparten eine Menge Geld!


Sightseeing (bei Nacht)

London hat so einiges an Sehenswürdigkeiten zu bieten. Was aber tun, wenn es einfach die ganze Zeit regnet? Selbst der hübsche Big Ben macht sich nicht mehr so gut, wenn auf jedem Foto der gleiche graue Himmel zu sehen ist. Mein Tipp: Sightseeing bei Nacht. Bei Nacht interessiert das Wetter vom Tag nicht. Die tollen Beleuchtungen können sich in den Wasserpfützen auf den Straßen spiegeln. Das sind Fotos, mit denen man Zuhause angeben kann. Ist doch egal, ob es den ganzen Tag über grau war...


London Eye

Habe ich schon einmal erwähnt, das ich einen absoluten Faible für Riesenräder habe? Ich liebe sie einfach. Gibt es eines auf einem Jahrmarkt, dann muss ich einfach damit fahren. Egal, ob die Tickets vollkommen überteuert sind. Egal, ob ich dafür gefühlte Ewigkeiten bei Regen in der Kassenschlange stehen muss.
Genau so geht es mir, wenn ich meine Kamera dabei habe, das Licht langsam weniger wird und die Beleuchtung des Riesenrads eingeschaltet wird. Gebt mir ein Stativ und ich bin die nächsten fünf Stunden damit beschäftigt das Riesenrad aus jeglich denkbarer Sicht und Position abzulichten.
In London hatte ich leider kein Stativ dabei (ich ließ es in Eynsford zurück, da es mir zu klobig und schwer war, um es den ganzen Tag herum zu tragen), was mich aber nicht daran hinderte dutzende Fotos freihand vom London Eye zu machen. In unserem Flur hängt bereits eine Nachtaufnahme vom London Eye, die ich 2011 machte und die minimal unscharf ist. Wirklich nur minimal, aber auf einem Poster sieht man eben alles. Ich wollte unbedingt eine scharfe Nachtaufnahme vom London Eye und hier ist sie nun. Auf der kleinen Aufnahme sieht man es nicht so gut, aber in Originalgröße ist das Foto schon sehr scharf (vor allem für den Umstand, dass ich eben kein Stativ oder eine Stütze verwendete). Leider ist auf dem Foto ein ziemliches Rauschen zu sehen... Plan für den nächsten Londonbesuch: Nachtaufnahme vom Londoneye, die knackig scharf ist und nicht rauscht...

Ich empfehle euch unbedingt (!) eine Fahrt mit dem London Eye. Der Preis mag im ersten Moment etwas abschrecken (denkt hier an die 2for1 Voucher), aber ich verspreche euch, es lohnt sich (sogar im Regen)! Eine Fahrt dauert ca. 25 Minuten und das Riesenrad bewegt sich recht langsam, so dass man in diesen 25 Minute einen unglaublichen Blick auf London erhaschen kann. 2011 hatten H. und ich Glück und durften eine zweite Runde kostenlos fahren, in dem wir ein paar Fragen zu einer Umfrage beantworteten. Auf der ersten Runde machten wir nur Fotos, Fotos, Fotos. Auf der zweiten machten wir es uns auf einer der Bänke in der Gondel bequem und genossen die Aussicht. So schön! Für alle die Höhenangst haben und deshalb vielleicht nicht mitfahren möchten: H. leidet auch an Höhenangst, sie fühlte sich in den abgeschlossenen Gondeln aber sehr sicher.


Houses of Parliament (vom London Eye aus gesehen)


Houses of Parliament / Big Ben


Westminster Abbey / Big Ben

Drei Klassiker, die man auf seinem Londonbesuch auf jeden Fall gesehen haben sollte. Praktischerweise liegen sie in direkter Nähe beim London Eye und man kann sie von dort fußläufig erreichen. Nachdem man diese tollen Bauwerke bewundert hat, bietet sich ein Spaziergang an der Themse an (bei Regen gerne mit Regenschirm, macht trotzdem Spaß) - aber bitte nicht auf die Idee kommen, von dort bis zur Tower Bridge zu laufen (die Entfernung wird gerne unterschätzt).
(Übrigens heißt nicht der Turm Big Ben, sondern die größte der fünf Glocken im Turm. Der Turm heißt eigentlich Elizabeth Tower. Ich nenn den Turm trotzdem weiter Big Ben...)


Tower Bridge

Und noch ein Klassiker. Die Tower Bridge ist neben dem Big Ben die Sehenswürdigkeit, die ich sofort mit London verbinde.



Neben den hier gezeigten Sehenswürdigkeiten hat London natürlich noch einiges mehr zu bieten, wie zum Beispiel den Buckingham Palace oder die St. Paul's Cathedral, aber der Beitrag würde noch fotolastiger werden als er eh schon ist, wenn ich diese Fotos auch noch alle zeige. Wenn ihr die typischen Sehenswürdigkeiten Londons abklappern wollt, empfehle ich euch den Bus. Allerdings nicht die absolut überteuerten Stadtrundfahrten, sondern die klassischen roten Doppeldeckerbusse (hat sowieso viel mehr Flair). Nehmt die Route 11 oder 15, die führen an den wichtigsten Sehenswürdigkeiten vorbei (zumindest war es 2011 so, 2014 nutzten wir den Bus nicht) und steigt überall dort aus, wo es spannend aussieht.


Museen

Wenn es den ganzen Tag regnet, dann bietet sich ein Besuch in Londons vielzähligen Museen an. 2011 wollten wir in das British Museum, hatten allerdings unsere Koffer dabei, da es unser Abreisetag war und unser Hotel kein Kofferraum hatte. Mit den Koffern kamen wir leider nicht in das Museum hinein, da man dort nur kleinere Taschen abgeben kann. Also musste der Besuch auf den nächsten Urlaub verschoben werden.

Dieses Mal besuchte ich das British Museum also ohne Koffer. Es zog mich sofort in die ägyptische Abteilung, wo ich die Mumien und vor allem den Stein von Rosetta anschauen wollte. Leider schien sämtliche Besucher des Museums den gleichen Plan zu haben. Es war so voll dort, dass man sich nur die Gänge schob und kaum einen richtigen Blick auf die Ausstellungsstücke werfen konnte. Überall standen Menschen, die sich vor den Mumien fotografieren ließen, kaum einer las die ganzen Tafeln.
Deshalb entschied ich mich dann schon nach kurzer Zeit die Abteilung wieder zu verlassen und sah mir stattdessen zunächst Bilder von deutschen Künstlern und später die asiatischen Abteilungen an. Dort war es deutlicher ruhiger und nicht so überfüllt, so dass man sich auch richtig Zeit lassen konnte.

Außerdem sahen wir uns die National Gallery an. Ich habe vor allem die Bilder aus dem 15. und 16. Jahrhundert im Gedächtnis behalten, die nur religiöse Motive zeigen und die es dort zuhauf gab. Für die National Gallery braucht man schon ein wenig Kunstinteresse, sonst wird es schnell langweilig. Es gab noch eine Sonderausstellung, in der modernere Bilder gezeigt wurden, aber Sonderausstellungen sind kostenpflichtig, so dass wir uns dagegen entschieden.


Musicals

In London werden unglaublich viele Musicals zeigt. Wenn das Wetter englandtypisch mal wieder mies ist, dann sollte man unbedingt eines der englischen Musicals ansehen. Nachmittags kann man supergünstig Tickets für die Abendveranstaltungen kaufen. Wir sahen 2011 We Will Rock You und zahlten pro Person um die 20 Pfund. Das Musical selbst war absolut großartig. Wir saßen recht weit oben, hatten dadurch aber einen super Blick auf die Bühne.
Unsere Tickets kaufen wir nahe der Haltestelle Leicester Square. In der Station selbst gibt es auch einen Ticketschalter, wir kauften unsere aber außerhalb der Station, da sie dort günstiger waren.


Madame Tussauds

London ist bekannt für sein Wachsfigurenkabinett und so besuchten H. und ich es in 2011. Wir nutzten dafür einen 2for1 Voucher (s.o.) und sparten dadurch jede Menge Geld, da der Eintritt für Madame Tussauds recht teuer ist. Wir waren schon deutlich vor der morgendlichen Öffnungszeit dort und trotzdem hatte sich schon eine längere Schlange gebildet, an der wir uns anstellten. Um lange Wartezeiten zu vermeiden, empfehle ich, früh aufzustehen!
Madame Tussauds kam mir sehr überfüllt vor. Die Menschenmassen hetzten eigentlich nur von einer Figur zur nächsten um sich in möglichst lustigen Posen mit ihr ablichten zu lassen. H. und ich ließen einige Figuren aus und huschten an der Masse vorbei etwas voraus, um etwas mehr Ruhe zu bekommen.
Wir besuchten in Madame Tussauds außerdem das 4D-Kino, das ganz witzig war. Allerdings gab es mehrmals Stöße in den Rücken, was ich als Rückenschmerzengeplagte dann nicht mehr ganz so lustig fand.
Sicher sollte man Madame Tussauds mal gesehen haben, aber ich würde es nicht noch einmal besuchen. Ich bin froh, dass wir nur die Hälfte des Preises zahlten, denn ich hätte mich im Nachhinein wirklich über den hohen Eintrittspreis geärgert.

Parks


Regent's Park / Hyde Park

Sollte der Regen doch einmal eine kleine Pause einlegen, dann nehmt euch die Zeit und besucht zumindest einen von Londons Parks. 2011 lief ich mit der lieben H. und unseren zwei Koffern eine ganze, ganze Weile durch den Hyde Park und fand es dort total schön. Warum mit den Koffern? Der Hyde Park war unsere Alternative zum British Museum. Wir ernteten zwar einige seltsame Blicke, aber die Koffer ließen sich auf den Wegen im Hyde Park wunderbar ziehen.
Ich empfehle trotzdem einen Besuch ohne Koffer (ist dann noch etwas entspannter, versprochen!).

Südengland-Roadtrip: Dover & Eynsford

In den letzten Tagen (oder vielmehr schon Wochen) war es ganz schön ruhig hier auf meinem Blog. Das hatte aber seinen Grund. Es musste einiges im Vorfeld geplant werden und dann fuhr ich mit E. für ein paar Tage nach Südengland, um dort mit dem Auto das Land zu entdecken. Es waren unglaublich tolle Tage von denen ich euch natürlich berichten möchte. Heute geht es los mit unseren ersten Stationen in Dover und Eynsford, es werden noch weitere Beiträge zu unseren späteren Stopps z.B. in London und über Stonehenge folgen. Nach der ganzen Bilderflut wird es dann noch gesammelte Informationen und Tipps zu Roadtrips im Allgemeinen und zum Autofahren in England im Speziellen geben.

Wenn euch schon jetzt Fragen einfallen, die ihr gerne beantwortet hättet, dann schreibt sie doch einfach in die Kommentare. Ich werde euch dann dort darauf antworten oder sie mit in meinen Infopost einpflegen.

Dover



Jetzt aber endlich zu Dover. Nachdem wir schon 6 Stunden durch Deutschland, Holland, Belgien und Frankreich gefahren waren und zwei Stunden auf der Fähre verbracht hatten, betraten (oder vielmehr befuhren) wir endlich englisch Boden.
Dover hat mit 34km die kürzeste Entfernung zum europäischen Festland und ist daher Anlaufpunkt für viele Fähren, die nach England übersetzen. Dem entsprechend hat Dover einen riesigen Hafen, der dank Ausschilderung aber super übersichtlich ist (Gott sei Dank – davor hatte ich vorher wirklich Respekt!).

Beim Hinabfahren von der Fähre ging uns das Auto kaputt. Auf dem ganzen Weg gibt es viele kleine Bodenwellen, damit keiner auf die Idee kommt im Hafen herum zurasen und eine dieser Bodenwellen war wohl etwas zu viel für unser Auto. Plötzlich machten wir Krach wie ein Ralleyfahrzeug. Mein erster Gedanke: Auspuff! sollte sich später noch bewahrheiten.

Uns blieb dann nicht mehr viel Zeit in Dover, da wir erst einmal ein Hotel suchten, um ein Dach über dem Kopf zu haben. Nach einer wenig erholsamen Nacht (das kaputte Auto schwebte wie ein Damoklesschwert über unseren Träumen) kehrten wir Dover am nächsten Morgen recht schnell den Rücken zu, um irgendwo am Sonntag eine geöffnete Werkstatt aufzutreiben (die wir natürlich nicht fanden). Trotzdem fuhren wir erst mal mit dem kaputten Auto weiter nach Eynsford.

Achtung - großer Zeitsprung:
Auch auf dem Rückweg nach Deutschland blieben wir nicht lange in Dover. Wir kamen erst kurz vorm Einchecken für die Fähre in Dover an und fuhren dann gleich zum Hafen, so dass keine Zeit mehr blieb Dover anzuschauen. Von unserer Warteschlange an der Fähre aus konnten wir aber die Silhouette einer Burg erkennen und Google hat mir gerade verraten, dass Dover auch einen tollen Strand hat.

Das Tollste an Dover sind aber die absolut genialen Kreidefelsen. Bei unser Ankunft mit der Fähre konnten wir sie nicht sehen, da es schon dunkel war, aber bei unserer Abfahrt hatten wir einen traumhaften Blick von der Fähre auf die Kreidefelsen, die sich toll von dem blauen Himmel und dem blauen Wasser abhoben. Allein für diesen Ausblick würde ich schon jedem Raten mit der Fähre nach England überzusetzen und nicht den Eurotunnel zu nehmen (aber davon ein ander Mal mehr).
Achtung – großer Zeitsprung zurück:


Eynsford



Von Dover ging es (mit dem kaputten Auto) weiter nach Eynsford. Das Auto machte so einen Lärm, dass Gespräche im Auto unmöglich wurden. Zweimal überholte uns auf der Autobahn ein Polizeiauto, aber scheinbar interessierten sie sich nicht für unsere Lärmbelästigung (vielleicht dachten sie auch einfach nur, wir hätten unser Auto getunt).

Eynsford ist ein kleines Dorf in der Grafschaft Kent, das so klein ist, dass es noch nicht mal einen deutschen Wikipedia Artikel darüber gibt. E. war im vorigen Jahr schon einmal in Eynsford gewesen und hatte dort übernachtet. Wir fanden das Hotel auch recht schnell wieder, allerdings hatte der Eigentümer gewechselt. Glücklicherweise konnten wir trotzdem ein freies Zimmer bekommen.


Enysford lag für uns so günstig, da es dort einen Bahnhof mit direktem Bahnanschluss nach London gab. Wir wollten nicht ganz mit dem Auto nach London reinfahren, da es dort oft schwierig ist, dass Auto gut und vor allem günstig abzustellen. Außerdem sind die Unterkünfte außerhalb Londons auch etwas preiswerter und ruhiger.

Wir nutzten Eynsford also hauptsächlich als Zwischenstation vor London, aber Eynsford selbst hat auch einiges zu bieten. Es gibt dort zwei Burgen. Zum einen Eynsford Castle, dabei handelt es sich aber um eine Ruine und mehr als ein paar Steinmauern sind nicht mehr zusehen. Zum anderen Lullingstone Castle, das touristisch aufbereitet wurde. Wir wollten uns Lullingstone Castle eigentlich anschauen und machten uns zu Fuß auf dem Weg dorthin als unser Auto in der Werkstatt stand, machten aber nach etwa der Hälfte des Weges kehrt, weil es die ganze Zeit regnete.
In Eynsford gibt es außerdem Ausgrabungen einer alten, romanischen Villa zu sehen.



Eynsford selbst ist für mich das typische kleine, englische Dorf. Es gibt dort viele alte, urige Gebäude und ich hätte am liebsten jedes zweite Wohnhaus am Straßenrand fotografiert. Besonders interessant fand ich die Furt, die es ganz in der Nähe von unserem Hotel gab. Daher dürfte Eynsford auch einen Teil seines Namens haben, denn Furt bedeutet ford auf englisch. Als wir dort waren, war der Fluss gerade mal wieder über seine Ufer getreten, so dass die Autos trotz Brücke noch durch tiefes Wasser fahren mussten. Wir hatten aber auch mit nichts anderem gerechnet, da es vor unserer Reisezeit starke Regenfälle und Sturm in England gegeben hatte und vieles unter Wasser stand, bevor wir nach England fuhren. Zum Glück war das Wasser ansonsten komplett wieder verschwunden, während wir durch England reisten.



Eynsford werde ich als süßes kleines Dorf in Erinnerung behalten mit unglaublich netten und aufgeschlossenen Einwohnern. Der Besitzer des Hotels war so nett und holte uns einmal von der Werkstatt wieder ab. Er erzählte uns soviel über seine Familie und über die Renovierung des Hotels, gab uns Tipps für die Umgebung, als wir ohne Auto da standen. Sein Sohn arbeitete Abends in der hoteleigenen Kneipe und wir unterhielten uns über deutschen und englischen Fußball und so viel mehr.
Der Start unserer Reise hätte (mal abgesehen vom kaputten Auto) kaum besser starten können als in Eynsford.

[16/52] Süße Verführung

16 Sueße Verfuehrung
Früher lud ich meine Fotos bei einem externen Anbieter für Fotohosting hoch. Leider wurden viele meiner Fotos, die auch hier im Blog eingebunden sind, während meiner Blogpause ohne mein Wissen gelöscht. Nun könnte man meinen, es wäre kein Problem die Fotos einfach neu hochzuladen und zu ersetzen. Abgesehen davon, dass das eine Menge Arbeit ist, ist da eigentlich auch kein Problem. Eigentlich.

Es ist leider auch so, dass ich ein fauler Mensch bin und deshalb zwar immer anfange, alles ordentlich in Ordnern abzuspeichern und zu sortieren, es dann aber leider nicht durchziehe. Das hat zur Folge, dass ich zwei Fotos für das Projekt 52 (2011) schon gemacht und hier gezeigt habe, ich aber leider nicht mehr weiß, um welche Fotos es sich handelt. Schande über mich. Aber es ist auch einfach schon ein ganzes Weilchen her. Daran ändern kann ich jetzt leider nichts mehr und darum setze ich die beiden Themen einfach nochmal neu um (kann ja auch nicht schaden).